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Zu einem sollen sie leicht sein, damit man relativ ermündungsfrei mit ihnen kämpfen kann. Dann sollen sie wieder besonders bruchfest sein, am besten keine Scharten bekommen und dann noch gut aussehen.
Aber vor allem müssen sie sicher sein! Sicherheit bei Schaukampfwaffen heißt nach unserer Meinung, dass
- die Schlagkante möglichst dick ist (gern 3 mm und mehr) - die Schwertspitze, Parierstange und der Knauf abgerundet und nicht scharfkantig sind - die Parierstange sicher und relativ fest sitzt - der Knauf und der Griff fest mit der Angel verbunden sind - das Schwert als hochwertigem Stahl oder Federstahl besteht - das keine tiefe Scharten oder Risse vorhanden sind
Unfälle können leider immer passieren. Daher sollte ein Schwert durch seine Bauweise das Verletzungsrisiko minimieren. Und ein Schwert sollte nach Möglichkeit niemals plötzlich brechen. Und erst recht dürfen seine Bestandteile nicht unkontrolliert herum fliegen. Aber die Erfahrung zeigt, dass es immer wieder passieren kann. Wir haben leider während unserer Kursen und Veranstaltungen schon diverse Schwerter von unterschiedlichen Herstellern zerbrochen.
Davon waren a) ca. 30% der Brüche in der Angel. Dass heißt, man hatte in der einen Hand das Schwert und in der anderen Hand den Knauf.

b) 30% der Brüche direkt vor der Parierstange. Dass heißt, man hatte in beiden Händen den Griff in der Hand und die Klinge flog davon.
 c) 40% der Brüche in der Klinge. Dass heißt, man hatte in beiden Händen den Griff und ein Stück Klinge in der Hand und der Rest der Klinge flog davon.
 Fazit Während a) noch relativ "lustig" ist, sind die Brüche nach b) und c) schon ziemlich gefährlich. Alle Brüche sind bis jetzt glimpflich ausgegangen. Aber es zeigt, was für hohe Anforderungen an die Klingen gestellt werden und dass die gut bezahlbaren Klingen diesen Erwartungen nicht immer gerecht werden. Sicherheitsstufe 1, 2 oder 3! Kürzlich haben wir etwas sehr Kurioses erfahren: Ein Schwerthersteller hat die Qualität seiner Schwerter in unterschiedliche Sicherheitsstufen eingeteilt. Der nicht mehr stolze Besitzer eines Schwertes der Sicherheitsstufe 2 erklärte uns die Einteilung wie folgt: Stufe 1: Das Schwert bekommt Scharten und ist damit kaum schaukampftauglich Stufe 2: Das Schwert bekommt wenige Scharte und ist damit etwas schaukampftauglich Stufe 3: Das Schwert bekommt keine Scharten und ist damit voll schaukampftauglich Meiner Meinung nach ist das ein UNGLAUBLICHER QUATSCH! Würde es sich nicht um ein Schwert, sondern um Bremsen, Autoreifen, Kondome, Fallschirme, Sicherheitsgurte oder ähnliches handeln, würde jedem sofort der Unsinn dieser Sicherheitsstufen auffallen. Wer würde schon gern ein KFZ mit einer Breme der Sicherheitsstufe 1 kaufen? "Die Bremse nutzt sich ab und kann daher nur KAUM genutzt werden..." Es kommt nicht auf die Scharten, sondern allein auf die Bruchfestigkeit an. Oder möchten Sie der Besitzers eines besonders harten Schwertes der Sicherheitsstufe 3 sein, dessen abgebrochene Spitze gerade ein zuschauendes Kind verletzt hat? Wahrscheinlich nicht, oder?
Hier mal ein Beispiel von einem schlimmen Schwertunfall:
Schwertkampf im Theater endete blutig / Abgebrochene Klinge verletzte Zuschauerin Berliner Zeitung / 17.07.2002
Lutz Schnedelbach:Bei einem Schaukampf von zwei Shaolin-Mönchen im Theater des Westens in Charlottenburg ist am vergangenen Sonntag eine Zuschauerin verletzt worden. Die 15-jährige Schülerin aus Brandenburg erlitt durch ein Stück einer abgebrochenen Metallklinge eine Schnittwunde am Kinn und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort wurde die Schnittwunde mit drei Stichen genäht.
"Die Mönche haben einen packenden Schwertkampf gezeigt. Es sah total echt aus", sagte Augenzeuge Andreas H. aus Lichtenberg. Dabei brach ein Stück Klinge von einem Schwert ab und traf die 15-jährige Lu, die in der elften Reihe saß. Ein Sanitäter versorgte das Mädchen.
Unklar ist, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Veranstalter Mathias Mantel: "Wir lassen gegenwärtig die Schwerter prüfen." Möglicherweise habe ein Materialfehler zu dem Unglück geführt. Die Mönche seien sehr betroffen. Sie tourten seit vielen Jahren um die Welt und noch nie sei etwas passiert, sagte Mathias Mantel. Die Mönche haben mit den Eltern des Mädchens gesprochen und wollen sich in den nächsten Tagen noch einmal mit ihr treffen, so der Veranstalter.
Die Shaolin-Kämpfer gastieren noch bis zum 21. Juli im Theater des Westens. Der Schwerter-Schaukampf wurde aber sofort nach dem Unfall aus dem Programm gestrichen. Die Nummer soll erst wieder gezeigt werden, wenn feststeht, warum eines der Schwerter geborsten ist.
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