2008 mittelalterlicher Markt in Norderstedt

Trainer beim UnterrichtLeider hatten wir dieses Mal viel zu spät den Termin für den Markt in Norderstedt gesehen. So bald als möglich haben wir uns wieder mit Johannes Faget von Fogelvrei in Verbindung gesetzt und den Einsatz abgestimmt. Das Problem war dieses Mal, dass wir gleich zwei (!) Volkshochschulkurse an dem Wochenende hatten. Einen in Bergedorf und einen in Pinneberg.

Zudem kam noch erschwerend hinzu, dass einer der Cheftrainer gerade in der Woche vor den Markt und dem VHS-Kurs so stark erkrankte, dass der Kurs in Bergedorf ohne Trainer war.

Es war also eine helle Aufregung, als die Nachricht mit der Erkrankung kam. In zwei Krisensitzungen mit allen übrigen Trainern wurde nur wenige Tage vor dem Markt diskutiert, was zu machen sein. In nur wenigen Tagen wurde Vieles vollkommen umorganisiert und neu geordnet. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle Helfer.

Kämpfender TeilnehmerDer weitere Cheftrainer würde versuchen, mit seinem Pinneberger Kurs auf den Markt zu kommen und dort den Unterricht zu machen. Und der Kurs in Bergedorf musste um eine Woche verschoben werden, da kein weiterer Trainer die Möglichkeit hatte, den Kurs so kurzfristig zu übernehmen.

Die Arbeit begann. Der übrig gebliebene Cheftrainer versuchte, alle Kursteilnehmer aus dem Pinneberger Kurs zu erreichen, so dass sie in einheitlicher Gewandung zum Kurs erschienen und die Familie Jöhnke hing am Telefon und versuchte, alle Teilnehmer des Bergedorfer Kurses über die Terminverschiebung zu informieren.

Zudem mussten die Pompfen (siehe auch den Link: Übungsschwerter) mittelalterlich verpackt werden, sollte man damit wirklich auf einem Markt kämpfen.

Dieses Mal würde die Schule eine feste Anlaufstelle auf dem Markt haben. Ulrich und Thorsten stellten insgesamt 3 Zelt und weiteres mittelalterliches Zubehör.

 

Freitag

war der Aufbau der Zelte. Der Kampfplatz sollte unmittelbar vor unseren Zelten erfolgen. Doch plötzlich wurde genau an unsere Stelle weitere Zelte von einem anderen Heerlager aufgebaut. Und es wurde sogar noch schlimmer. Tränen flossen, weil immer mehr Personen direkt auf unseren ehemaligen Kampfplatz mit ihrem Zelten ziehen wollten. Das Chaos wurde immer perfekter und schöner.

Letztendlich war es uns gleich, an welcher Stelle wir kämpfen würden. Wir brauchten nur 4 Pfähle in den Boden zu rammen, Seile zu spannen und damit unseren Kampfplatz klar zu machen…

 

Samstag:

Der Kurs begann mit den Teilnehmern in der Jahnhalle in Pinneberg. Es gab nur viel mehr zu erzählen als sonst. Nach dem die Pompfen gebaut und mittelalterlich in Jutebeutel gepackt waren, die ersten Techniken vermittelt und der erste Regenschauer vergangen war, fuhren wir mit 5 Autos die kurze Strecke von Pinneberg über die Autobahn nach Norderstedt.

Und natürlich ging die eine Hälfte der Teilnehmer auf der Fahrt verloren. Es war wunderbar. Die ersten Teilnehmer waren schon auf dem Markt, während die anderen immer noch den Markt mit den Autos suchten.

Als endlich alle angekommen und entsprechend gewandet waren, verzogen wir uns hinter einige Marktstände und trainierten in der Sonne. Einige ausgebildeten Kämpfer kamen uns hinter den Ständen hin und wieder besuchen und brachten uns etwas zu trinken. Gegen 17 Uhr machten wir mit dem Unterricht Schluss. Die Teilnehmer waren ganz schön fertig. Ein Großteil des Unterrichtes in der Sonne an der frischen Luft kämpfen, kann richtig schlauchen.

Abends saßen die erfahrenen Kämpfer mit den neuen Kursteilnehmern zusammen am Feuer. Thorsten grillte Würstchen und es wurde Met und Wein gereicht.

 

Sonntag:

Es regnete morgens wie aus Eimern. Dabei sollten die Kursteilnehmer gleich zum Markt kommen. Und der stand nun unter Wasser. Also versuchten wir einen Platz zu finden, an dem wir ungestört mit dem Volkshochschulkurs trainieren konnten.

Als der Markt seine Pforten öffnete, brach die Sonne durch die Wolken. Wir konnten also unseren Kampfplatz in der Mitte des Marktes für den weiteren Unterricht nutzen. Wenn es mal wieder regnete, zogen wir uns in das in der Nähe stehende Heroldcenter zurück und übten in der Einkaufspassage. Schien wieder die Sonne, waren wir wieder auf dem Marktplatz.

Zum Abschluss wurden die Prüfungen von den weiteren Trainern übernommen. Wer noch wollte, konnte an der Vorbereitung zur Massenschlacht teilnehmen und anschließend auf dem großen Kampfplatz von "Fangdorn" dabei sein.

Es war wieder so wie immer. Die Kursteilnehmer hatten sich in den beiden Tagen fest zu einer Gruppe zusammen geschweißt. Keiner wollte wirklich den Unterricht und den Tag enden lassen. Und so standen wir noch lange zusammen, redeten und kämpften. Und als es dann doch zur Verabschiedung kam, gab es für den Trainer sogar Applaus!

Gegen 19:00 wurde der Markt beendet und dann wurde abgebaut.

Insgesamt gesehen waren der Markt und der Kurs ein sehr schönes Erlebnis, aber auch sehr anstrengend.

Vielen Dank noch einmal an alle Teilnehmer!!!

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