Grausame Shows?

"Es ist ein schöner Tag, die Sonne scheint und in der Nähe ist ein mittelalterlicher Markt. Also - Kinder einpacken und losfahren. Sicherlich gibt es etwas Leckeres zu essen und vielleicht sogar spannende Vorführungen." Die normalen Gedanken von Besuchern eines mittelalterlichen Marktes.

Was sich die Wenigsten fragen: Was wird in den Shows alles gezeigt? Wie sehr kindgerecht sind diese Shows? Wie wird mein Kind mit dem Gezeigten umgehen?

Die Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf (SSK) legt großen Wert auf die Sicherheit der Zuschauer und der Kämpfer. Und auf den respektvollen Umgang mit der Geschichte.

Im Mittelalter waren die Kämpfe und Schlachten nicht lustig. Es ging um das eigene Überleben und dies beeinhaltete zumeist das Töten des Gegners, Das war sehr brutal. Aber kann man das kleinen Kindern zeigen, auch wenn es natürlich nur gespielt ist?

"Wir sind inzwischen der Meinung, dass man das sehr gut kann", so Heiko Schulze, der Geschäftsführer der Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf. "Diese Erkenntnis ziehen wir aus dem Erfahrungen nach den Shows und den vielen Gesprächen mit den Eltern und Kindern. Man muss die Belastung der Kinder nur entsprechend kindgerecht auflösen. Und das können die Kämpfer der Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf ganz hervorragend.

Doch wie geht das? Wie man die Anspannung der Kinder auflösen kann, musste mit der Zeit gelernt und durch die Shows "erspielt" werden. Dabei fing alles ganz einfach an - und nun können auch "Brutalitäten" fester Bestandteil der Show sein:

Die Mutter eines jungen Mädchens kam nach der Show und wollte dem Kind den Gummidolch zeigen, den wir in der Show verwendet haben. Nur war der Dolch aus Stahl. Dann kam die Mutter auf die Idee, dass die Klinge in den Griff hineingeschoben werden könne.  Aber die Klinge war fest und ließ sich nicht bewegen. Nun war die Mutter selbst verdutzt. Wie wird denn ohne Tricks so realistisch gekämpft - und überzeugend gestorben?

"Die Antwort war ganz einfach: wir zeigten der jungen Familie langsam und ganz deutlich, wie es geht. Und wir ließen das junge Mädchen und die Mutter wie bei unseren Schnuppertrainings unter Anleitung ein wenig probieren. Das Ende war, dass die begeisterte Mutter spontan einen Grundkurs belegte. Die Tochter fiebert ihrem 14. Geburtstag entgegen, dam Mindestalter für die aktive Teilnahme." so Heiko Schulze.

Aus solchen Erfahrungen und dem intensiven Austausch mit dem Publikum entwickelte sich unser Konzept. Die Show wurde noch etwas grausamer.
Die Kinder wurden nach der Vorführung auf dem Kampfplatz gebeten und konnten

  • die Schwerter anfassen und
  • mit den Kämpfern reden,
  • Ritterhelme aufsetzen und
  • die gepolsterten Handschuhe ausprobieren.

Die kleinen Zuschauer fanden es großartig. Sie konnten den Helden und Bösewichten nahe sein und mit ihnen sprechen. Umringt von Kindern kommt es zunehmend vor, dass die Kämpfer um Autogramme oder ein gemeinsames Foto gebeten werden.

"Insgesamt ist dieses Konzept großartig: Wir können mit allen Mitteln grausame Inhalte und spektakuläre Shows darstellen und geben anschließend sogar Autogramme - Besser geht es doch gar nicht."

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