WOA 2012: Das Wetter in Wacken

„Die Wetterbedingungen in Wacken waren sehr extrem.

Das war das schlimmste Festival-Wetter, was seit Jahren in Wacken erlebt wurde“.

Am Wochenende vor dem Festival fielen pro Quadratmeter ca. 50 Liter Regen in einer Stunde. Für Teile des Geländes wurde ein komplettes Fahrverbot ausgesprochen. Die Fläche war einfach zu durchgeweicht, so dass es von normalen Fahrzeugen nicht befahren werden konnte.

Selbst bei Youtube gab es einen Bericht von ICS/Wacken, dem Veranstalter des Wacken-Open-Air-Festivals (W:O:A)

Der Aufbau des Wackingern Village konnte erst am Dienstag – ein Tag vor Veranstaltungsbeginn – erfolgen. 

„Der Situation in Wacken haben wir eigentlich gelassen entgegengeblickt. Schließlich waren wir einige Male vor dem Festival auf dem Gelände, um uns vor Ort zu informieren. Was uns total überraschte, war, dass am Dienstag, dem Tag des Aufbaus die Zufahrt auf das Gelände von den großen Lieferwagen so stark beschädigt war, so dass ein Befahren mit normalen Fahrzeugen nicht mehr möglich war."

Die einzige Möglichkeit auf den Platz des Wackinger Village zu kommen war, mit hoher Geschwindigkeit auf den Plan zu fahren und darauf zu hoffen, dass man sich nicht festfährt. Denn dann hieß es auf den Trecker warten, der die Fahrzeuge aus dem Schlamm zog.

Die Wettersituation besserte sich, der Boden trocknete und dann kam am Freitag und Samstag wieder reichlich Regen, begleitet von starken Windboen.

„Bei uns im Heerlager gab es mitunter wirklich aufregende Minuten“ so Heiko Schulze, der Leiter der Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf. „Um ein Technikfahrzeug mittelalterlich zu verkleiden, haben wir Seitenteile von unserem größten Zelt zur Verfügung gestellt. Durch diese offene Front des Zeltes konnte der Wind das gesamte 8 Meter im Durchmesser große Rundzelt leicht anheben. Die Heringe wurden aus dem Boden gerissen und es sah tatsächlich einige Momente so aus, als wenn wir das Zelt aufgeben mussten. Nach einem kurzen Schreckmoment griffen viele Schwertschaukämpfer zu und sicherten das Zelt. Die Abspannungen wurden neu gesetzt und die Seitenwände eingezogen. So war die Gefahr für das Zelt nach einigen Minuten wieder gebannt.“

Spätestens am Samstag war das Wackinger Village eine einzige Schlammwüste.Durch die vielen Besucher wurde die Feuchtigkeit in dem Boden gedrückt, so dass die ersten 5-10 cm des Bodens reiner Schlamm war.

„Auch diese Situation stellte uns jedoch vor nur geringe Herausforderungen.“ so Heiko Schulze. „Die Fahrzeuge wurden schon ab Samstag bei jedem Gang zum Auto beladen. Zudem hatten wir einen Kämpfer bei uns im Heerlager, der zunächst mit seinem Crafter nach Wacken gekommen war."

Als sich die Bodensituation zusehends verschlechterte, bot er an, seinen Touareg aus seiner Firma zu holen. So machte sich unser Teilnehmer bereits am Samstag auf die 3 Stunden lange Heimfahrt und stand verabredungsgemäß am Sonntag um 5 Uhr morgens mit dem ersten Anhänger auf dem Plan.

Die SSK-Anhänger fungierten für den Transport des Materials zwischen dem Wackinger Villages und den Parkplätzen. Erst als die sämtliche SSK-Fahrzeuge auf dem Parkplatz beladen waren, konnte das SSK-Material verstaut werden.

„Durch dieses Vorgehen dauerte der Abbau länger. Im Normalfall sind wir nach 90 Minuten mit dem Abbau fertig und nach insgesamt 2 Stunden in den Fahrzeugen auf dem Heimweg. Doch dieses Mal haben wir über 4 Stunden inkl. Touareg gebraucht. Da wir bereits um 5 Uhr morgens anfingen, haben wir den Platz um 10 Uhr sauber übergeben.

Worauf ich persönlich ganz besonders stolz bin ist, dass wir keine zusätzlichen Traktoren oder fremde Hilfe benötigten. Wir haben alles allein geschafft. So haben wir keine Kapazitäten abziehen müssen, die an andere Stelle dringend benötigt wurden."

 

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