2009 Öjendorf - Ein Tag danach...

Hallo meine lieben Kämpfer

heute ist der erste Tag nach dem Markt und ich bin noch sehr erschöpft. Und es war eigentlich großartig. In dem Kreise meiner Kämpfer zu sein gibt mir viel Kraft und Freude. Und die Arbeit auf dem Markt verbraucht noch viel mehr Kraft.


Ich arbeite, moderiere, präsentiere, delegiere, fordere, belaste, beantworte Fragen und mache meinen Job als Chef. Und gönne mir manches Mal eine kleine Pause, um einfach nur zu sitzen oder über den Markt zu schlendern. Ich schaue kaum bei den Ständen, sondern bin mit meinem Funkgerät einfach nur auf der Suche nach ein wenig Entspannung und Ruhe - und einem neuen Schwert. Und immer in der Hoffnung, dass mich die Funksignale bei einem Notruf erreichen können. Wir haben 4 Funkgeräte und die wichtigen Personen haben jeweils eines.

In vielen Punkten hat der Markt neue Maßstäbe gesetzt: Wir waren mit 90 gemeldeten Personen und mit 18 Zelten das größte Lager überhaupt. Wir hatten einen Kämpfplatz, der ca. 50 x 20 Meter hatte. (wir können auch auf 13 x 13 Meter kämpfen) und wir hatten einen 700 Wattverstärker und 4 Lautsprecher an den Stätten, die viel zu leise waren. Wir sind einfach weggeblasen worden von den Musikbühnen.

Es hat geregnet, es zeigte sich die Sonne und es war windig. All das hatten wir schon einmal in dieser Saison und so konnten wir besser damit umgehen. Wir sterben nicht, wenn es mal regnet. Wenn es regnet, dann ist das einfach so.

Was die Verpflegung angeht, haben wir mal wieder fast eine Punktlandung gemacht:  
Über 125 Brötchen, 11 Fladenbrote, 11 Baguettes, über 120 Liter Apfelschorle, über 20 Liter Cola, 50 Stück Grillfleisch, 18 Konservendosen Suppe und ein Spanferkel sind in den Mägen der Kämpfer verschwunden. Diverse Lagerfeen haben durchgehend die Kämpfer versorgt. Elke, Sandra, Celine, Jana und Bettina (Schatzi) sind die fast die gesamte Zeit geflitzt, um die Kämpfer zu versorgen. Und jeder, der aufgefordert wurde, hat mit angefasst.

Die Fünf von der Turnierleitung haben es hinbekommen, dass allen Kämpfer, die kämpfen wollte, mit dabei sein könnten. Und dass wir den gesamten Plan bespielen konnten. Und wir haben die Massenschlachten vor jedem Turnier noch 2 Mal geprobt. Und das auf einem Rasen, der entfernt Ähnlichkeit hatte mit einem Acker hatte und der ziemlich ruschig war. Es ist eine große Leistung der Kämpfer, dass es zu keinen Unfall gekommen ist.

Die Orgachefin hat unter anderem die Organisation zum Thema Unterlagen, Ausweise, Freikarten, Goldtaler usw. gar meisterlich zu verwalten gewusst. Und war sich wiederholt nicht zu schade, um die Anerkennung ihres Kindes - vor allem Zuschauern - zu betteln.

Aufwärmen, Massenschlachten, Schnupperkurse, das große Turney und eine Feuershow gab es von meinen Kämpfern.

Und nun bin ich platt. Ausgelaugt. Weniger körperlich, als viel mehr seelisch. Ich bin einfach erschöpft und mit meiner Kraft am Ende. Und kann ein Tag nach dem Markt eigentlich gar nichts mehr.

Dabei ist noch so viel zu tun: die Autos aufräumen, Teppiche trocknen, abwaschen, reparieren, putzen… einfach wieder klar Schiff machen.

Und ich freue mich schon wieder auf Morgen, wo ich all meine wilden Kämpfer zur großen Saisonbesprechung wieder sehe.

Heiko Schulze
07.09.2009

 

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Kaum war man zu Hause angekommen, fing es schon an:
Warum ist das Licht so grell? Wo ist der Feuergeruch? Seit wann hat das Zelt ne´ Tür?

Und warum hab ich in "normaler" Gewandung das Gefühl, falsch gekleidet zu sein? Diese und andere Fragen beschäftigten mich plötzlich, als ich wieder zu Hause angekommen war, nachdem ich vollkommen fertig in mein Bett gefallen war (das irgendwie komisch roch und viiiiiiel zu weich war).

Am Schwersten fiel mir der Morgen am Montag wo ich doch eigentlich zu einem Vorstellungsgespräch kommen sollte. So musste ich mich um 4:00 Uhr rausquälen, einen Anzug und Krawatte anlegen der sich irgendwie völlig falsch anfühlte, und mich ernsthaft dazu ermahnen musste, kein Schwert umzulegen.

Als ich mit drönendem Kopf (ja, ich habe immer noch Migräne, macht dass ein Spaß...) dann an der Tür stand, bekam ich zum Glück die Naricht, dass sie das Gespräch verschieben mussten. Am liebsten hätte ich mich an Ort und Stelle hingelegt und hätte geschlafen, so fertig war ich.

Auch jetzt habe ich noch einen Brummschädel also entschuldige ich mich für eventuelle Inhaltliche- oder Rechtschreibfehler. Auch wenn mir dieses Wochenende auf meine Migräne bezogen den Gnadenstoß gegeben hat, würde ich niemals bereuen wollen, dass ich dabei war. Auch diesmal war ich wieder einmal am Ende überrascht, wie wir es schaffen, dass wir auch mit so vielen Leuten im Lager nicht im Chaos versinken, auch wenn es wohl ohne die Leute, die im Lager stets so erolgreich auf die Ordnung geachtet haben längst wohl soweit gekommen wäre (noch mal ein dickes JUBEL an Jene, Hut ab). Auch war es einfach toll zu sehen, wie wir es geschafft haben, trotz teils
schlechten Wetter, zu lauter Musik während des Turniers und nassem Boden so allgemein gute Laune beizubehalten.

Also ich würde sagen es war wieder einmal ein verdammt tolles Wochenende, eine riesen Freude wieder einmal mit allen auf Markt zu sein und ich blicke wehmütig auf Wittlage und Stove voraus. Auch in meinem momentanen Zustand würde ich keine Sekunde zögern wenn Heiko anrufen würde und fragen würde:"Morgen haben wir n´ Auftritt, haste Lust?" sondern würde antworten:"Super, wann und wo?"
und würde schon meine Sachen packen.
 
Ich rufe mit aller Kraft JUBEL und freue mich darauf, viele von euch am Dienstag und in Stove wiederzusehen.
 
Euer Tom, Kuno von Witzwart

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Du hättest gerne Feedback und gesammelte Eindrücke von Öjendorf? Na dann mal los.
 
Erst mal war das gefühlt richtig toll, klasse, genial, geil...

Die Gemeinschaft im Lager hat mich echt beeindruckt! Ich habe schon viel auf Deiner Seite im Netzt gestöbert, bevor ich teilgenommen habe und habe dabei auch viel von Gemeinschaft und so gelesen. Das aber selber zu erleben ist wirklich klasse!

Ich habe mich nie wie "der Neue" gefühlt. Ganz im Gegenteil, es war so, dass wir da waren und sofort dabei. Dafür auch mal ein Dankeschön an die ganze "Truppe".

Es ist schon ein geiles Gefühl wenn einem Kinder zujubeln und zum abklatschen an der Absperrung stehen! Es ist noch cooler wenn die Eltern zu den Kindern feuchte Augen haben...


Alles in Allem war es anstrengend, schweißtreibend, feucht, windig... Aber einfach nur KLASSE! Der Montag in der Arbeit war irgendwie total surreal, aber auch das muss leider sein!
 
Ich freue mich auf die nächsten Märkte!
 
Edi the Pöbel
und Andrea die Lagerfee (diesmal ohne Kinder in Jeans...)

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Hallo Ihr lieben.

Ersteinmal möchte ich Lob und Anerkennung aussprechen für alle die in Öjendorf mitgewirkt haben.

Ich war ja nun Sonntag als Zuschauer da und fand es absolut grandios!  Minuten vor Beginn des Turniers waren fast alle Sitzplätze belegt und während der Vorführung ist so ziemlich jeder stehen gebliben der am Kampfplatz vorbeikam und hat zugeschaut.

Respekt!!

Lieben Gruß
Ole

 

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