Einleitung und Erklärungen zu den Pressemitteilungen

2013-08-04 Festival Today der shz

WACKEN Man nehme ein bisschen Heavy Metal, eine Prise Mittelalterund eine Portion Wikinger-Kult. Kräftig mischen und heraus kommt das Wackinger Village. Das Dorf zwischen Campgrounds und Infield gehört seit vier Jahren zum W:O:A und ist in diesem Jahr nochmal kräftig gewachsen. Die Zahl der Stände hat sich auf 83 nahezu verdoppelt. Schwertkämpfer und Ritter, Metverkäufer und Barden aber auch Trash-Warrior und Cage Fighter tummeln sich auf dem Areal rund um die Wackinger Stage. Mittelalter und Co nehmen damit neben dem HeavyMetal einen immer größeren Raum auf dem W:O:A ein – anscheinend sehr zur Freude der meisten Fans und des Veranstalters. „Der Metal-Fan im allgemeinen verbindet sich sehr stark mit der Mittelalterszene“ sagt Dominik Wrehl, verantwortlich für das Wackinger Village. Davon zeugen vor allem die Bands Subway to Sally und In Extremo, die seit Mitte der 90er Jahre ein eigenesGenre prägen: den Folk-Metal. Längst hat der auch Einzug auf der W:O:A-Mainstage gehalten. Die Vielfalt der Misch for Metal und Mittelalter – wo liegen die Parallelen?


men zwischen mittelalterlichem Liedgut und modernem Metal lässt sich aber am besten auf der Wackinger Stage beobachten. Sie reicht von sehr traditions-orientierten Gruppen bis zur mittelalterlichen Folk-Rock-Comedy der Gruppe Feuerschwanz. Dem Kult rund um dieses relativ junge Metal-Genre größeren Raum auf dem W:O:A zu geben, ist ausdrücklicher Wunsch des Veranstalters. So sind etwa auch Schwertschaukämpfe oder Hufschmied-Vorführungen auf dem Festivalgelände zu sehen. „Wir haben unglaublichen Zulauf“, sagt Larissa Landahl, Sprecherin der Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf. Das Unternehmen ist mit 120 Mitarbeitern die größte geschlossene Gruppe im Wackinger Village. Stilecht wohnt die Truppe in Baumwollzelten und kocht über offenem Feuer. „Wir stellen fest, dass auch auf Mittelaltermärkten immer mehr Metalfans rumlaufen“, so Larissa Landahl, die schwarze Kleider aus Baumwolle, einen Dreispitz auf dem Kopf und eine Ledertasche am Gürtel träft. Zwischen Metal und Mittelalter erkennt sie viele Parallelen: Mit Trommeln und Sackpfeifen kämen etwa ähnliche Instrumente zum Einsatz, viele Metal-Bands würden keltische Elemente in ihren Texten verarbeiten. Auch das eher martialische Aussehen verbinde Mittelalter- und Metalszene. „Schließlich ist der Umgang auf einem Metal-Festival derselbe, wie in unseren Lagern: sehr familiär und herzlich.“ Ähnlich sehen das viele W:O:A Besucher. Claudia Hahn, 29, Schülerin aus Oldenburg in Holstein, ist auf vielenMittelalterfestivals unterwegs. „Die Grenzen zwischen Metal und Mittelalter sind fließend“, findet
sie. Etwas zurückhaltender ist Anne Beckmann, 41, IT-Technikerin aus Hamburg.Sie schätze dasWackinger Village, weil es etwas Abwechslung auf das Festivalgelände bringe. „Aber allzuviel Dudelsack brauch' ich dann auch nicht“, sagt sie. MancheMetalheads dagegen äußern sich kritisch: „Für mich ist das Wackinger Village nichts. Das könnte man auch weglassen“, sagt Daniel Meyer, 29, Tischler aus Handorf. Er steht auf Hardcore wie Fear Factory oder Vollbeat. Und auch für Armin Behn, 49, Wäger aus Grebin passt der Mittelalter-Kult gar nicht nach Wacken: „Das ist kein Metal. Ich finde das ist ein bisschen zu groß geworden“, sagt der zwölffache W:O:A-Besucher.
Seitens des Veranstalters habe man schon viele positive Rückmeldungen auf das vergrößerte Wackinger Village bekommen, das außerdem zum Ausruhen, Sitzen und Entspannen einlädt. Dominik Wrehn: „Im nächsten Jahr werden wir nochmal einen drauf legen.“ MICHAEL ALTHAUS

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